Autor: Archangel

Das auch in Zukunft ein schärferer Wind gegen die so genannten „Downloader“ in der Schweiz wehen wird, ist schon seit längerem Abzusehen. Nun hat die Swiss Anti-Piracy Federation (SAFE) noch eins oben drauf gelegt. Ende Mai hatte sie am Provider Day 2013 eine Liste mit Webseiten vorgestellt, die aus ihrer Sicht zu sperren währen. Der Chaos Computer Club aus Zürich (CCCZH) und golem.de haben die Liste nun publik gemacht.

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Bild: Webseite SAFE

Zugangs-Provider wie die Swisscom oder upc cablecom können nicht einfach auf Weisung einer Behörde den Zugang zu bestimmten Webseiten sperren, sei es nun via eine DNS-Sperre oder andere Massnahmen. Dazu fehlt in der Schweiz die rechtliche Grundlage. Und das ist auch gut so, wer eine Zensur-Infrastruktur aufbaut, wird sie früher oder später auch auf andere Bereiche ausdehnen wollen. Der Bund muss mit Gesetzen Rahmenbedingungen für Menschen und Unternehmen schaffen und sich nicht von Lobby-Gruppen so lange bearbeiten lassen, bis er auf ihre Spezialinteresse zugeschnittenen Gesetze erlässt. Wer eine Regierung unter Druck setzen muss, um sein Geschäftsmodell aufrecht zu erhalten, sollte eigentlich von selber merken, dass dieses nicht mehr zeitgemäss ist und die Bedürfnisse der Kunden sich gewandelt haben. Ich denke,es gibt viele Leute die lieber 20 bis 40 Franken im Monat an einen Dienst wie hulu oder Netflix bezahlen würden als an einen Filehoster. Bei Musik funkioniert dies mit Angeboten wie Spotify, neue Dienste kommen laufen dazu: In Deutschland (!) startet heute der Musikstreaming-Dienst Ampya, daher steht die Privatsendergruppe ProSiebenSat.1.


Veröffentlicht in Kolumne, Themen, Urheberrecht

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