Autor: Archangel

Auf engadget.de kann man lesen, dass die Testmöglichkeiten für die Oculus-Rift, welche Facebook in 500 Läden der US-Kette Best Buy aufstellen liess, wieder abgebaut werden. Grund: zu wenig Interesse der Kunden. Das erstaunt auf den ersten Blick etwas, da ja Virtual Reality als einer der grossen Tech- und Gamer-Trends gilt. Aber auf den zweiten Blick ist es auch überhaupt nicht verwunderlich, im Gegenteil es deckt sich mit unseren eigenen Erfahrungen.


VR-Testen bei Best Buy. Quelle: de.engadget.com

Im Kern geht es um die Frage, wie man eine VR-Brille an den Kunden bringt. Klar, Testgeräte in den Verkaufsläden sind ein Klassiker – aber ich denke, mit VR-Brillen funktioniert das nicht sehr gut. Wir haben letztes Jahr mehrfach an Messen und in Shops VR-Brillen von verschiedenen Herstellern auf der Nase gehabt. Ausser einem kurzen Eindruck bekommt man aber dabei eigentlich nichts mit – und nur sehr wenig konkrete Anhaltspunkte, ob einem das VR-Erlebnis zusagt oder ob man sich sowas kaufen soll oder nicht.

Zum VR-Erlebnis gehören viele Schritte: der Aufbau des gesamten notwendigen Equipments, Anziehen und Einstellen der Bügel und Riemen, Starten von Software und Games, sich zurechtfinden in der neuen virtuellen Umgebung, Verarbeiten der Sinneseindrücke oder auch das regelmässige Putzen der Gläser in der Brille. Alle diese Erfahrungen und Schritte kann man in einem Ladengeschäft nicht machen. Als wir die PlayStation VR von Sony vor Weihnachten letztes Jahr testen konnten, haben wir mehrere Nachmittage und Abende damit verbracht: Unsere Erfahrungen könnt Ihr in unserem ausführlichen Review nachlesen.


PlayStation VR. Quelle: Sony

Den technischen Teil mit dem Aufbauen der Geräte hat man ja recht schnell auf der Reihe, dafür gibt es auch genug Anleitungen und Hilfestellungen. Was viel wichtiger ist, sind die Erfahrungen und Eindrücke die man sammelt mit einer VR-Brille. Und da sind 5 Minuten in einem Shop, wo erst noch andere zugucken, einfach der denkbar schlechteste Weg, sich in Ruhe mit der ganze Sache zu beschäftigen. Vielleicht kommen ja auch Hemmungen dazu, also rein hygienische Überlegungen, und man macht sich halt mit einer VR-Brille auf der Nase schnell zum Affen für die Zuschauer.


VR Worlds – Ocean Descent. Quelle: Sony

Habe ich eine Antwort, wie man es im Verkauf besser machen kann? Nein, auf die Schnelle auch nicht. Aber ich kann sagen, dass erst unserer rund zweiwöchiger Test mit der Sony PlayStation VR mich vom Potential einer VR-Brille überzeugt und neugierig auf mehr gemacht hat.


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