Die allererste Webseite, die je publiziert wurde, musste noch komplett ohne Bilder auskommen. Das war im Jahre 1990 und der Ort was das Forschungsinstitut CERN in der Schweiz. Der Anfang des World Wide Web bestand aus nichts Anderem als ein paar Zeilen Text.


Quelle: Screenshot info.cern.ch

Wie setzen wir Bilder ein?

Heute kommt keine Webseite mehr ohne Bilder aus, wobei auch immer mehr Videos in Seiten eingebunden werden. Aber bleiben wir hier beim klassischen Bild oder Foto: Unsere eigene Webseite umfasst unterdessen 675 veröffentliche Beiträge, in der internen Mediathek sind pro Beitrag im Durchschnitt elf Bilder gespeichert.


Quelle: Shutterstock

Neben den Texten sind Bilder natürlich das zweite wichtige Element in jedem Beitrag, den wir publizieren. Bilder sind für uns nicht nur wichtig, weil wir uns auch für das Thema Fotografie interessieren. Wir setzen Bilder aus den verschiedensten Gründe ein. Wir haben deshalb versucht, eine Liste zusammenzustellen, was für Typen von Bildern wir publizieren und für welchen Zweck wir sie einsetzen. Diese Liste mag etwas trocken sein, aber es folgen noch genug Bilder zur Auflockerung im Text. Und damit hätten wir auch schon einen Zweck aufgeführt, warum wir Bilder verwenden. Aber hier ist erstmal unsere Liste:

  • Teaserbild auf Frontseite zum Aufmerksamkeit für einen Artikel erregen
  • Produktebilder bei Reviews zur Illustration
  • „Beauty-Shots“ und Produkt-Inszenierungen mit Wasserkühlungs-Hardware. Generiert Likes und Shares in der Technik-Community
  • Arbeitsbilder / Backstage-Bilder zum Zeigen, wie wir arbeiten bzw. etwas machen
  • Testbilder mit Kameras (Smartphones, Kompaktkameras)
  • „Bild des Tages“ mit breiter Palette an Motiven
  • Bilder mit Reportage-Charakter (von Events und Messebesuchen)
  • Bilder, die ein bestimmtes Thema zum Ausdruck bringen
  • Bilder, die eine bestimme Emotion oder Stimmung wecken
  • Bilder, die eine Text-Aussage verstärken

Ohne Bilder geht es nicht

Machen wir als nächstes den Schritt von unserer Webseite in den Alltag hinaus: hier sind Bilder und visuelle Eindrücke allgegenwärtig. Wir alle nehmen jeden Tag unzählige Werbeimpulse auf Plakaten und Bannern wahr, sehen uns Produkte in Online-Shops an und verfolgen die täglichen News mit Aufnahmen von strahlenden Politkern oder traurigen Kinderaugen aus Krisengebieten. Das sind natürlich nur drei Beispiele, die Liste liesse sich ohne Probleme weiter fortsetzen.

Aber auch im Privaten finden Bilder oft Verwendung, um mit Freunden Kontakt zu halten oder sich selbst auf Social Networks darstellen: Einfach das Smartphone zücken, ein Foto machen und versenden oder posten – das ist alltäglich für Millionen von Menschen. Alleine auf Instagram werden rund 80 Millionen Bilder pro Tag hochgeladen.

Bilder schaffen es auch, mehr Aufmerksamkeit zu erzeugen. Das lässt sich sehr gut am Verhalten der User auf Social Networks ablesen: Facebook-Posts mit Bild erhalten bis zu zweieinhalbmal mehr Likes, Shares und Views als solche ohne Bild. Auf Twitter werden Bilder-Tweets bis zu drei Mal häufiger weiterverbreitet, als Tweets die nur einen Text beinhalten. Das liegt unter anderem daran, dass visuelle Reize an eine menschliche Eigenschaft appellieren: sie wecken unsere Wissbegierde und machen uns neugierig.


Quelle: Shutterstock

Und es sind die visuellen Reize, welche uns am meisten Eindrücke von unserer Umgebung vermitteln. Rund 80 Prozent aller Informationen nehmen wir über unsere Augen wahr. Wir denken und erinnern uns mit Hilfe von Bildern. Es ist also kein Wunder, dass sich Medien und Werbung immer starker Bildern bedienen.

Denn sie werden im Gegensatz zu Text nicht nur schnell vom Gehirn wahrgenommen und verstanden, sie schaffen es auch Emotionen zu wecken und sich ins Gedächtnis einzuprägen. Das menschliche Gedächtnis für visuelle Reize ist stärker ausgeprägt als das für sprachliche Informationen. Die emotionale Wirkung von Bildern sorgt dafür, dass sie länger im Gedächtnis haften bleiben. Zu Emotionen gehört auch der hohe Unterhaltungswert von Bildern. Sie setzen das Kopfkino und die Phantasie des Betrachters in Gang.

Woher kommen unsere Bilder?

Nicht ohne Grund sagt man „ein Bild sagt mehr als tausend Worte“. Die Kunst besteht dann natürlich auch darin, dass passende Bild bereit zu haben. Im ersten Kapitel dieses Artikels haben wir aufgelistet, für welche Zwecke wir auf unserer Webseite Bilder einsetzen. Das führt uns nun unweigerlich zur Frage, aus welchen Quellen die Bilder stammen, die Ihr bei uns online seht.

Von Unternehmen zur Verfügung gestellt

So gut wie alle Unternehmen, die uns Produkte wie Smartphones, Tablets, Monitore oder Kameras für ein Review zur Verfügung gestellt haben, stellen auch Produktebilder zur Verfügung. Meist kann man diese im Medien- oder Newsbereich herunterladen, bei anderen muss man entsprechende Bilder anfragen und bekommt dann einen Download-Link.

Die Verwendung solcher Bilder ist rechtlich unproblematisch, denn sie sind ja genau für diesen Zweck gedacht. Trotzdem veröffentlichen wir auch diese Bilder immer mit der entsprechenden Quellenangabe. Der Nachteil ist natürlich, man verwendet Bilder auf der eigenen Webseite, die unter Umständen auch auf Dutzenden von anderen Webseiten zu sehen sind.

Selber aufgenommen

Der logische Weg um diesen Effekt zu vermeiden ist es, Bilder selber zu machen. So haben wir für Produkt-Reviews auch schon eigene Bilder aufgenommen. Auch mit Wasserkühlungs-Hardware haben wir schon einen erheblichen Aufwand betrieben, um Produkte in Szene zu setzen. So genannte Arbeits- oder Backstage-Bilder machen wir natürlich auch selber. Dasselbe gilt auch für Testbilder mit Smartphones und Kameras.

Eine weitere Kategorie eigener Aufnahmen ist unser Bild des Tages. Hier ist Archangel aus unsere Team unterwegs und findet Motive auf Schrottplätzen, in Industrie- und Gewerbegebieten, im Zoo oder in der freien Natur. Publizieren tuen wir diese auf unserem Profil auf 500px.

Um Fotos für eine eigene Webseite selber zu machen, braucht man eine gewisse Ausrüstung: Wir arbeiten mit einer Spiegelreflex-Kamera und einer Studio-Blitzanlage für Produktaufnahmen. Das Arbeiten mit der Blitzanlage haben wir in diesem Beitrag näher vorgestellt, wenn Ihr mögt, könnt Ihr in dieser Serie von Backstage-Berichten von einer Foto-Session hinter unsere Kulissen schauen.

Stockfotos

Jedoch nicht alle Typen von Bildern die wir benötigen, werden von Unternehmen zur Verfügung gestellt oder lassen sich selber machen. Gerade wenn es darum geht, bestimmte Themen zu veranschaulichen oder gezielt eine Stimmung zu vermitteln, kommen wir in einen Bereich, den wir mit unseren üblichen Bilderquellen nicht abdecken können.

Klar, die Bildersuche von Google ist nur einen Mausklick entfernt, doch wenn man Bilder von dort verwendet, landet man schnell in einer rechtlichen Grauzone oder begeht ganz klar eine Urheberrechtsverletzung, die im schlimmsten Fall juristische Folgen haben kann.

Für Webseitenbetreiber wie uns lohnt es sich daher, auf Bildmaterial zurückzugreifen, bei dem die rechtlichen Verhältnisse eindeutig geregelt sind und es klar ist, zu welchen Bedienungen man ein Bild verwenden darf. Das führt einen direkt in die Welt der Stockfotos, die von Bildagenturen und Webseiten online vertrieben werden. Der Begriff Stockfoto bringt zum Ausdruck, dass das Bild nicht gezielt als Auftrag gemacht wurde, sondern sozusagen „auf Vorrat“ produziert wurde und danach zum Kauf angeboten wird. Stockfotos bedienen oft generische Motive wie verschiedene zwischenmenschliche Situationen im privaten oder geschäftlichen Bereich oder illustrieren Themen und Situationen.

Es gibt im Web zahlreiche Webseiten, die Stockfotos kostenlos zur Verwendung anbieten Meist ist als Gegenleistung nur die Quellenangabe erforderlich, oft wird auch eine kommerzielle Weiterverwendung ausgeschlossen. Daneben gibt es auch eine ganze Reihe von kommerziellen Anbietern.

Shutterstock

Wie Ihr sicher schon an unseren Bildunterschriften gemerkt habt, setzen wir seit einiger Zeit auf den Anbieter Shutterstock, wenn wir zum Beispiel Themen wie Ablehnung, einen aufkommenden Sturm von Problemen oder einen verrückten Taxifahrer brauchen.

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„Ablehnung“, verwendet in Windows 10 und der anhaltende Shitstorm„. Quelle: Shutterstock

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„Aufkommende Probleme“, verwendet inWindows 10 und der anhaltende Shitstorm„. Quelle: Shutterstock

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„Durchgeknallter Taxifahrer, verwendet in „Die Schweiz ist nicht bereit für Industrie 4.0 und Digitalisierung„. Quelle: Shutterstock

Shutterstock ist ein weltweiter Anbieter von Stockfotos mit einem Katalog von rund 130 Millionen Bildern. Es gibt kaum ein Thema, zu dem man kein passendes Bild findet. Zudem sind bei Shutterstock auch die Lizenzbestimmungen der Bilder immer klar geregelt.

 


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