„Ware gegen Geld“ ist das Grundprinzip beim Einkaufen, daran wird sich auch so schnell nichts ändern. Was sich hingegen verändert ist der Weg, wie das Geld in die Kasse des Händlers gelangt. Neben Bargeld, dem weiterhin beliebten Zahlungsmittel der Schweizerinnen und Schweizer, haben sich in den letzten Jahren zahlreiche Kredit- und Debitkarten etabliert. Relativ neu ist Mobile Payment, also das Bezahlen via Smartphone oder Smartwatch. Aber auch die traditionelle Ladenkasse verändert sich – neue Kassensysteme setzen auf das Prinzip Self-Scanning und primär bargeldlose Bezahlung.


Gehört für uns zur Vergangenheit. Quelle: Shutterstock

Naturgemäss treffen die verschiedenen Lösungen hierfür auf grosse Zurückhaltung. Und auch wir waren bis vor kurzem was das Bezahlen an der Ladenkasse angeht, eher auf der traditionellen Seite zu finden. Die Verwendung einer Kreditkarte im Internet hingegeben ist für uns schon seit Jahren völlig selbstverständlich.

Als Technik-Blogger interessieren wir uns für neue Geräte und technische Entwicklungen – immerhin ist unser Motto „Leben mit Technik“. Um mit Mobile Payment unsere eigenen Erfahrungen zu sammeln, bezahlen wir seit rund zwei Monaten im Alltag konsequent mit Apple Pay, oft auch an den Self Scanning-Kassen der Grossverteiler. Mit dem Apple iPhone 8 Plus, dem iPhone X und der Apple Watch Series 3, die wir alle in Reviews vorgestellt haben, sind wir bestens dafür ausgerüstet.

Wie sehen unsere Erfahrungen nun konkret aus? Der Zahlungsvorgang selbst ist schon fast beängstigend schnell – einfach iPhone oder Apple Watch ans Kartenterminal halten und schon ist alles erledigt. Natürlich muss vorher mit Touch ID oder Face ID die Karte autorisiert werden.


Symbolbild. Quelle Swissbankers

Bei der Apple Watch reicht es sogar, wenn sie entsperrt am Handgelenk getragen wird und man die Seitentaste zweimal anklickt. Besitzt man eine Apple Watch Series 3 mit integrierter SIM-Karte kann zum Bezahlen das iPhone sogar zu Hause bleiben. Und genau das macht die Apple Watch in der LTE-Version auch so interessant.

„Beim Bezahlen an der Ladenkasse spielt es eine entscheidende Rolle, wie das Personal geschult ist. Gerade beim Migros kann es vorkommen, dass beim Bezahlen mit Apple Pay nach einem Barcode zum Einscannen gefragt wird. Das führt bei mir dann dazu, dass ich den Vorgang abbreche und direkt mit der Kreditkarte bezahle. Aber vor allem in Verbindung mit Self Scanning ist Apple Pay für mich jedoch die entspannteste Methode beim Grossverteiler zu bezahlen.“ (Archangel von hitzestau.com)

Will man bei den Self Scanning-Kassen von Migros oder Coop bezahlen, darf man auf dem Display des Automaten aber nicht nach „Apple Pay“ bei der Auswahl des Zahlungsmittels suchen, sondern muss einfach „Kreditkarte“ auswählen, Smartphone oder Watch autorisieren und seitlich ans Terminal halten.

„Mich hat vor allem die Geschwindigkeit beeindruckt, mit welcher der ganze Vorgang abläuft, auch an der Kinokasse oder im McDonalds’s – iPhone X hinhalten und schon ist die Transaktion erledigt. Noch schneller und einfacher geht es kaum noch.“ (Monk-Trader von hitzestau.com)

Der ganze Ablauf ist natürlich kein Vergleich zum Bezahlen mit Bargeld – Portemonnaie hervorholen, Geld herausnehmen und abzählen, Wechselgeld entgegen nehmen, ins Portemonnaie tun und dieses wieder versorgen.

Wer keine Berührungsängste mit bargeldlosem Bezahlen hat, wird jetzt sicher die berechtigte Frage stellen: Wieso nicht einfach die Kredit- oder Debitkarte verwenden, wo es ja auch die Möglichkeit des kontaktlosen Bezahlens ohne PIN-Eingabe gibt? Wir sehen zwei Vorteile: es gibt nichts unkompliziertes und einfacheres, als die Apple Watch ans Terminal zu halten. Man muss nichts aus der Tasche hervorkramen – weder eine Karte noch ein Smartphone. Und wenn es mehrere Personen sind, die gemeinsam dieselbe Karte verwenden, kann einfach jeder die Karte auf seinem Smartphone einrichten.

Ansonsten übernimmt Mobile Payment – und damit auch Apple Pay – natürlich viele Vorteile, die das bargeldlose Bezahlen grundsätzlich mit sich bringt: man muss nicht ständig schauen, wieviel Bargeld man dabei hat und kann sich den Weg zur Bank sparen. Der Zahlungsvorgang ist schneller – egal ob man einen PIN eingeben muss oder kontaktlos bezahlt. Und es ermöglich beim täglichen Lebensmitteleinkauf auch, dem nervigen Anstehen an der Ladekasse aus dem Weg zu gehen.

Das praktische an Apple Pay ist auch die grosse Verbreitung, da es ein universelles System ist und für den Kunden keine zusätzlichen Kosten entstehen. Man ist nicht an teilnehmende Geschäfte, die Akzeptanz einer bestimmten Kundenkarte oder an ein Konto bei einer bestimmten Bank gebunden. Apple Pay funktioniert überall, wo das kontaktlose Zahlen mit Kreditkarte möglich ist. Erkennen tut man das an diesem Logo.

Apple Pay haben wir den letzen zwei Monaten als sehr zuverlässig, schnell und unkompliziert erlebt und werden es auch weiterhin benutzen. Wie Ihr Apple Pay auf dem iPhone einrichten könnt, welche Kreditkarten dafür verwendet werden können und wie die Sicherheit der Zahlungsdaten und der persönlichen Informationen gewährleistet wird, findet Ihr ausführlich erklärt auf den Support-Seiten von Apple.


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