Nachdem wir uns in den letzten beiden Tagebucheinträgen mit dem Arbeitsspeicher und der Festplatte beschäftigt haben, schauen wir uns jetzt das Herzstück, also den CPU genauer an: In der Zotac ZBOX IQ01 verrichtet ein Intel Core i7-4770T seinen Dienst.

Da es einiges an Informationen und Benchdaten sind, haben wir den Eintrag in drei Teile aufgeteilt. Im ersten beschäftigen wir uns mit dem Kühlkonzept und den technischen Daten der CPU. Im zweiten Teil stellen wir die Resultate eines Benchtests vor. Als dritter und letzter Teil gehen wir auf die im Prozessor integrierte Grafikkarte (Intel HD Graphics 4600) ein.

„Um es gleich vorneweg zu sagen, den Prozessor habe ich bei der Zotac Box nie als limitierenden Faktor erlebt. Da steckt jede Menge Power und Reserve drin.“ (Archangel von hitzestau)

Einbau und Kühler

Schauen wir uns erstmal an, wie das gute Stück verbaut ist. Beginnen wir auf der Rückseite der Box, dort erkennt man unschwer den Lufteinlass für den CPU-Lüfter.

Zotac ZBOX IQ01: Rückseite

Öffnet man die Rückseite, kann man nicht nur Festplatte und RAM auswechseln, wie wir es Euch ja schon in den beiden vorangegangenen Beiträgen gezeigt haben. Man erkennt auch, dass der CPU-Kühler im Innern der Box sehr viel Platz beansprucht. Die gesamte Zotac Box kommt mit einem Lüfter aus. Die vier Schrauben pressen den Kühler auf den CPU, der Lüfter sitzt seitlich vom CPU (auf dem Bild rechts).

Zotac ZBOX IQ01: geöffnet

Wenn man den Kühler abschraubt, sieht man die Kupferplatte mit der Wärmeleitpaste auf der Unterseite des Kühlkörpers. Die Kupferplatte sitzt auf einem Alu-Block mit Lamellen. Auch auf der CPU ist die Paste schön gleichmässig verteilt und sauber aufgetragen. Hier hat Zotac sehr sauber gearbeitet. Die Paste ist noch leicht feucht. Das ist wichtig, da eine ausgetrocknete Paste die Hitze weniger gut leiten kann.

Zotac ZBOX IQ01: Blick auf CPU und Kühler

Der Luftstrom ist so ausgerichtet, dass die warme Abluft nach oben abgeführt wird, wenn man die Box senkrecht aufstellt. Dazu ist ein Fuss im Lieferumfang enthalten.

Hier eine kleine Bildergalerie mit dem CPU-Socket:

Zotac ZBOX IQ01: CPU-Sockel Zotac ZBOX IQ01: CPU-Sockel Zotac ZBOX IQ01: CPU-Sockel

Technische Spezifikationen

Im i7-4770T steckt wie gesagt, gefühlt schon mal sehr viel Rechenkraft. In der Zotac Box sitzt er auf einem von Zotac entwickelten Mainboard mit einem H87 Chipsatz von Intel. Schauen wir uns deshalb ein paar technische Eckdaten des Prozessors an. Der 4770T gehört zur aktuellen Haswell-Architektur und zeichnet sich besonders durch geringe Leistungsaufnahme und Abwärme aus. Das macht ihn für HTPC-Gehäuse und Mini-PC’s wie die Zotac Box besonders geeignet. Gemäss den technischen Spezifikationen von Intel bringt es der 4770T auf 45 Watt TDP (Thermal Design Power). Dieser Wert steht für die maximale thermische Leistung, die der Prozessor abgeben kann. Je höher der TDP-Wert, desto mehr Arbeit muss der CPU-Kühler verrichten. Der Kühler in der Box ist auf diesen Wert ausgerichtet. Zum Vergleich: die beiden anderen Varianten des Prozessors, 4770 und 4770K, bringen es auf einen TDP-Wert von 84 Watt.

Auch sonst gibt es zwischen den drei Typen ein paar Unterschiede. So verfügt der 4770T beispielsweise über keinen freien Multiplikator. Wie sein „grosser Bruder“ 4770 bietet er aber die Virtualisierungstechnologien VT-x und VT-d. Dies macht die Zotac Box auch für den Einsatz als Server interessant.

Alle Details findet Ihr auf der Produkteinformationsseite von Intel: 4770 (Intel) / 4770 T (Intel) / 4770K (Intel)

Schauen wir uns die technischen Spezifikationen an, hier zuerst mit der Standard-Hardware, so wie die ZBOX IQ01 Plus verkauft wird (4 GB RAM, HDD):

Technische Spezifikationen Intel i7-4770T
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Und hier mit der Vollbestückung an RAM (16 GB) und der SDD:

Technische Spezifikationen Intel i7-4770T
Für Vollansicht hier klicken

Gefertigt wird der CPU im 22nm-Verfahren und sitzt in einem 1150 LGA Sockel. Er verfügt über vier Kerne, die insgesamt acht Threads gleichzeitig verarbeiten können. Der niedrigste Takt liegt bei knapp 800 MHz. Dieser ergibt sich aus dem Bus Speed (99.76 MHz) und dem niedrigsten Multiplikator. Mit der Erhöhung des Multiplikators steigt auch die Taktfrequenz. In den technischen Spezifikationen wird die Taktfrequenz mit 2.5 GHz angegeben. Mit dem Einsatz der Intel Turbo-Boost-Technologie kann diese kurzfristig bis auf maximal 3.7 GHz erhöht werden. Diese Technologie regelt dynamisch die Frequenz eines Prozessors, indem die Temperatur- und Leistungsreserven ausgenutzt werden, um bei Bedarf mehr Geschwindigkeit oder mehr Energieeffizienz zu bieten. Im BIOS und in Windows gibt es zusätzliche Energiesparmodi, die man einstellen kann.

Die Abkürzung „LGA“ bedeutet, dass der Prozessor nicht fest auf dem Mainboard verlötet ist, sondern ausgewechselt werden kann. Diese Bauweise ist bei kleinen, kompakten PC-Systemen nicht selbstverständlich.

Zotac ZBOX IQ01: CPU-Sockel

Ausblick

Als nächstes gehen wir nochmals auf das Aufrüsten des Arbeitsspeichers ein, diesmal geht es um 16 GB Speicher. Zudem setzen wir unsere Reihe zum CPU fort und schauen uns dort die Wärmeentwicklung unter Last an.

Inhaltsverzeichnis über alle Tagebuchbeiträge zur Zotac ZBOX:
Tagebuch Zotac ZBOX IQ01: Einstieg
Tagebuch Zotac ZBOX IQ01: Die erste Arbeitsspeicher-Aufrüstung
Tagebuch Zotac ZBOX IQ01: Mit der SDD auf der Überholspur
Tagebuch Zotac ZBOX IQ01: Spot on CPU
Tagebuch Zotac ZBOX IQ01: Die zweite Arbeitsspeicher-Aufrüstung
Tagebuch Zotac ZBOX IQ01: Stresstest für die CPU
Tagebuch Zotac ZBOX IQ01: Spot on GPU
Tagebuch Zotac ZBOX IQ01: Spot on BIOS
Tagebuch Zotac ZBOX IQ01: Media Center mit Plex und OpenELEC
Tagebuch Zotac ZBOX IQ01: Technische Spezifikationen
Tagebuch Zotac ZBOX IQ01: Fazit


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