Lost in Space ist wieder da, genauer gesagt seit vergangenem Freitag auf Netflix. Nach der ersten Fernsehserie aus den 1960er Jahren und dem Kinofilm von 1998 handelt es sich um eine komplette Re-Imagination der Geschichte. Netflix hat alle 10 Episoden der ersten Staffel für Binge-Watcher bereitgestellt – auch wir haben natürlich schon (fast) alle gesehen.

Wir wollen hier aber nicht auf die Story oder die einzelnen Charaktere eingehen, sondern mal bei äusseren Schauwerten wie Ausstattung, Drehorte und Special Effects bleiben. Und da hat Lost in Space so einiges zu bieten.

Drehorte

Gedreht wird die Serie im Grossraum Vancouver in Kanada. Die Studioaufnahmen finden in den Bridge Studios in Vancouver statt. Hier haben unter anderem schon Serie wie Stargate SG-1 oder The Outer Limits gedreht.


Gelände der Brigde Studios in Vancouver. Quelle: Screenshot Google Maps

Was die Aussenaufnahmen betrifft, gibt es ein Wiedersehen mit alten Bekannten wie auch neue Locations. Die Macher von Lost in Space geben sich alle Mühe, den Planeten wie eine noch nie gezeigte Welt aussehen zu lassen.


Quelle: Netflix

Zu den bereits oft gesehenen Drehorten gehört beispielsweise der Wald von Lynn Canyon Park im Norden von Vancouver. Ihn kennt man gut aus Serien wie Stargate SG-1, The 100 oder Battlestar Galactica.


Wald von Lynn Canyon Park. Quelle: Netflix

Zu den anderen Orten gehören unter anderem Brohm Ridge / Mount Garibaldi, Lower Seymour Reserve, Robert Burnaby Park, Chek Canyon, Greenwood Park, Ashcroft Creek und Cache Creek. Alle Orte lassen sich gut via Google Maps finden.

Special Effects

Die optischen Special Effects sind zum grössten Teil sehr gut gemacht. Das betrifft die reinen “Weltraumszenen” wie auch die Landschaftsaufnahmen, die oft eine Mischung aus realen Aufnahmen und CGI sind.


Lost in Space. Quelle: Netflix

Besonders beeindruckt hat uns die Umsetzung von The Robot. Viele Informationen findet man im Netz nicht dazu, je nach Szene kommen aber CGI, ein Modell oder ein Schauspieler in einem Anzug zum Einsatz. Die Kombination gibt ein überzeugendes Gesamtbild ab.


Will und Robot. Quelle: Netflix

Ausstattung

Generell ist die Ausstattung von Lost in Space auf einem sehr hohen Niveau. Das fängt bei den Innenräumen der Jupiter-Raumschiffe an. Die Räume und die gezeigte Technik sind zwar einerseits klar Science-Fiction, aber sie sind auch recht dicht an unserer Gegenwart dran. So entsteht der Eindruck, fast alles wäre mit unseren heutigen technischen Möglichkeiten irgendwie machbar. Damit grenzt sich Lost in Space von Serien wie Star Trek: Discovery ab, und schafft eine Realität wie man sie sonst aktuell nur von The Expanse her kennt.


Lost in Space. Quelle: Netflix

Auch die elektronisch betriebenen Geländefahrzeuge Chariots machen durchaus den Eindruck, wirklich zu funktionieren und fahren zu können. Aber auch in Details überzeugt die Serie. Die Raumanzüge sehen so aus, als könnten sie widrigen Umständen problemlos widerstehen. Die Uniformen orientieren sich stark an Outdoor-Kleidung und passen daher sehr gut ins Bild.


Dreharbeiten zu Lost in Space. Quelle: Netflix

Das die Serie visuell so einen starken Eindruck macht, liegt auch den kreativen Köpfen, die im Hintergrund dafür verantwortlich zeichnen. Und da konnten die Produzenten ein wirklich hochkarätiges und erfahrenes Team versammeln.

Ross Dempster hat als Production Designer schon an Kinofilmen wie 2012, Godzilla (2014) und Elysium mitgewirkt. Costume Designer Angus Strathie hat für Moulin Rouge bereits einen Oscar gewonnen und unter anderem auch Deadpool und die Netflix-Produktion A Series of Unfortunate Events mit Kleidung ausgestattet. Auch Visual Effects Supervisor Jabbar Raisani ist ein alter Hase im Geschäft. Er hat bereits in den Stan Winston Studios gearbeitet und an Filmen wie Iron Man und Man of Steel mitgewirkt. Zu seiner TV-Erfahrung zählt Game of Thrones.


Lost in Space. Quelle: Netflix

Hier zu Sehen

Wir freuen uns schon darauf, die restlichen Episoden zu schauen, leider ist mit zehn Folgen die erste Staffel schon zu Ende. Die Serie ist ab sofort auf Netflix zu sehen – ein Reinschauen lohnt sich auf jeden Fall. Hier ist zum Abschluss unseres Artikels der offizielle Trailer:


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