Autor: Archangel

Um es gleich vorweg zu sagen: Ich bin nicht der Gamer-Typ, aber als ich diese beiden Stories gesehen hab, muss ich doch sagen: Das geht mir zu weit.

Da ist ein Vater aus Schweden doch tatsächlich mit seinen beiden 10- und 11-Jährigen Söhnen nach Israel und Ost-Jerusalem gereist, um ihnen die realen Auswirkungen von Krieg zu zeigen. Sein Deal mit den Kindern war: Wenn sie danach noch „Call of Duty“ spielen wollten, würde er es ihnen kaufen.

Eine etwas direktere Methode hat dieser Vater aus dem Video unten gewählt. Er hat kurzerhand alle Spiele seines Sohnes mit dem Rasenmäher zerkleinert, damit der Sohn sich endlich einen Job sucht. Das Video macht in den Medien und auf YouTube die Runde. Ob es echt oder ein gestellter Fake ist, lässt sich nur schwer beurteilen. Es gab ja schon ähnliche Geschichten, die sich dann als Fake herausstellten.

Beides sind sicher Extrembeispiele. Aber beide gehen davon aus, dass Gamen irgendwie was grundsätzlich schlechtes ist. Dies betrifft die Eltern in den beiden Geschichten genauso wie die Journalisten, die sie erzählen. Kein Wunder, hat Gaming in gewissen Kreisen einen schlechten Ruf, wenn immer wieder solche Geschichten in den Medien publiziert werden. Und ob es nun verantwortungsvolle Erziehung ist, Kinder in ein Kriegsgebiet mitzunehmen oder ihr Eigentum mutwillig zu zerstören, wage ich mal zu bezweifeln.

Ich frage mich bei solchen Geschichten immer wieder: Wo ist die Gameindustrie um mal mediale Gegensteuer zu geben? Es sind schlussendlich ihre Kunden, die hier verunglimpft werden.

Stories via 20min.ch:
Mit diesem Endboss hat der Sohn nicht gerechnet
Diese Ferien vergraulen Kindern Baller-Games


Veröffentlicht in Games, Gesellschaft, Kolumne, Teaser, Themen
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