Das Jahresende ist auch bei uns die Zeit einen Moment innezuhalten und einen Blick zurück auf die vergangenen zwölf Monate zu werfen. Wie immer wollen wir dabei nicht die Ereignisse der gesamten IT-Branche Revue passieren lassen, sondern uns auf die Themen konzentrieren, mit denen wir uns im Blog selber beschäftigt haben.

Als erstes grosses Review hatten wir anfangs Januar unsere Erfahrungen mit dem MacBook Pro und der von Apple neu eingeführten Touchbar vorgestellt.


15″ MacBook Pro. Quelle: Apple

Bereits im Februar haben wir zum ersten Mal die NoBillag-Initiative thematisiert, die uns dann vor allem in der zweiten Jahreshälfte öfters beschäftigen würde. Anfangs Jahr ging es noch um die Vorschläge der vorberatenden Parlamentskommission, im September wurden dann mit der zweitägigen Debatte im Nationalrat endgültig die breite Diskussion in den Medien und der Abstimmungskampf lanciert. Seitdem sind die Initiative und die Zukunft der SRG ein Dauerbrenner auf den Frontseiten der Newsmedien.

Mit dem Näherrücken des Abstimmungstermins am 4. März 2018 wird die Debatte zunehmend verhärtet und zum Teil gehässiger geführt. Auch zwei andere heisse politische Eisen haben uns in der ersten Jahreshälfte beschäftigt: die Volksabstimmung zur Energiestrategie 2050 und die Umsetzung des Bundesgesetzes zur Überwachung des Post- und Fernmeldeverkehrs (BÜPF). Das Referendum gegen das Gesetz war im Sommer 2016 knapp nicht zustande gekommen, weil nicht fristgerecht genügend beglaubigte Unterschriften vorlagen.

Im Mai haben wir unser bisher grösstes “Schreibprojekt” überhaupt in Angriff genommen – in die Serie zum Thema Mobile Working haben wir sehr viel Zeit und “Denkarbeit” investiert. Im Kern ging es um die Frage, ob (und wie) sich mit Tablets produktiv arbeiten lässt und wo die Unterschiede zwischen den Mobile- und Desktop-Betriebssystemen bezüglich Workflow und der Interaktion mit den verschiedenen Geräten liegen. Die Zeit, die wir für die Mobile Working-Artikel aufgewendet haben, hat uns jedoch für andere Blogbeiträge und Themen gefehlt.


Quelle: Shutterstock

Aber es war für uns eine Herzensangelegenheit, alle unsere im Alltag gemachten Erfahrungen und Beobachtung in einer Serie von Texten zusammenzufassen. Und wenn man dann noch den Dingen auf den Grund gehen will und Sachverhalte nicht nur beschreiben, sondern auch erklären will, braucht das eben sehr viel Zeit.

Nach einer Durststrecke mit vielen Plan-Änderungen und Wartezeiten konnten wir im Mai endlich auch ein neues Wakü-Projekt starten, bei dem wir zum grössten Teil auf Hardware gesetzt haben, welche wir schon einmal im Einsatz hatten. Die Vorbereitung, den Zusammenbau und das fertige System haben wir ausführlich mit der Kamera festgehalten.

Zum Ausgleichsbehälter von Watercool, der Heatkiller Tube, haben wir zudem ein detailliertes Review veröffentlicht. Im neuen Jahr werden wir das Projekt nochmals aufgreifen und auf unsere Erfahrungen mit der angekündigten macOS-Installation, also einem „Hackintosh“, eingehen.

Die Feststellung, dass zur Sommerzeit die Temperaturen unangenehm heiss werden, gehört eigentlich nicht in einen Jahresrückblick. Doch für uns wurde dies Anfangs Sommer unausweichlich zum Thema, denn wir hatten uns letztes Jahr vorgenommen, nicht nochmal einen Sommer ohne eine Klimaanlage zu verbringen. Nachdem wir mehrere Jahre mit einem Modell von DeLonghi schlechte Erfahrungen gemacht hatten, hat uns diesen Sommer die Fresco 141 vom Schweizer Hersteller Sonnenkönig sehr positiv überrascht und uns die heissen Tage erträglicher gemacht. Mit ihr haben wir den ganzen Sommer über nie einen Abbau der Kühlleistung erlebt, und wir sind schon sehr gespannt auf die Wiederinbetriebnahme wenn die Temperaturen wieder steigen.

Das Jahr 2017 stellte auch einen Wendepunkt in der Kultur dar, wie in der Gesellschaft – und damit auch im Internet – Auseinandersetzungen geführt werden. Hass-Kommentatoren und Wutbürger bekamen Gesellschaft: Menschen, die hypersensibel auf Fragen rund um Flüchtlinge, Food Waste oder Klimawandel reagierten, bekamen den Ausdruck “Snowflakes” verpasst. Auch die Wahrheit ist im zu Ende gegangenen Jahr relativ geworden – begonnen hatte diese Entwicklung mit Schlagworten wie “Fake News” und “alternativen Fakten” schon letzen Präsidentschaftswahlkampf in den USA.

Angesichts solcher Entwicklungen muss man(n) schon fast dankbar sein, wenn man sich ab und zu in Fantasie-Universen flüchten kann. Doch auch da bleibt manchmal kein Stein auf dem anderen, wie uns die neue Star Trek-Fernsehserie Star Trek: Discovery im September schmerzlich vor Augen führte. Wir werden im kommenden Februar zum Ende der ersten Staffel näher darauf eingehen. Nur so viel schon jetzt: es ist beschämend, dass zu Gunsten einer solchen Serie, Fan-Produktionen wie Star Trek: Continues oder Axanar eingestellt werden mussten. Immerhin hat The Orville eine zweite Staffel bekommen.


Cast der letzten Episode „To boldy go“. Quelle: Star Trek Continues

Generell hielt das TV-Serienjahr 2017 einige Perlen bereit, die bei uns jedoch so gut wie nie in den linearen Fernsehprogrammen zu finden sind: Wir denken dabei an Serien wie Stranger Things, Westworld, The Expanse, Dark Matter, 13 Reasons Why oder A Series of Unfortunate Events. Legion und American Goods waren beide intellektuell sehr anspruchsvoll, die erste packend und fesselnd, die andere nur konfus. Die Superhelden hatten dieses Jahr einen schweren Stand: Aus dem DC-Universum haben wir uns (erstmal) verabschiedet – von Marvel hat uns The Punisher gleich zu Beginn an den Bildschirm gefesselt, The Defenders war hingegen eine Enttäuschung, was sich vorher schon bei Iron Fist abgezeichnet hat.

Gute Neuigkeiten gab es für uns aber auch bei den Spiel-Konsolen. Titel wie Forza Motorsport 7 oder Rise of the Tomb Raider haben noch nie so gut ausgesehen wie auf der neuen Xbox One X von Microsoft.


Quelle: Xbox Wire

Der Dezember war bei uns dann schon fast ein “Apple-Monat”. Aufbauend auf unser Review zum iPhone 8 Plus haben wir unsere Erfahrungen mit dem iPhone X zusammengefasst. Und da die Swisscom in der ersten Dezember-Woche endlich ihre Multi Device-Unterstützung freigeschaltet hat, konnten wir auch die neue Apple Watch Series 3 mit integrierter eSIM testen.


Anruf auf der Apple Watch Series 3. Quelle: Apple

Gewiss könnten wir noch viele weitere Themen in den Rückblick packen – aber jetzt freuen wir uns mit Euch zusammen auf ein abwechslungsreiches Jahr 2018.

Wir danken an dieser Stelle allen Unternehmen, mit denen wir zusammenarbeiten und die uns mit ihrer Unterstützung viele der Beiträge überhaupt möglich gemacht haben. Der grösste Dank geht aber unserer Leserinnen und Leser, die uns auch dieses Jahr begleitet haben – Euch Allen wünschen wir einen guten Start ins neue Jahr und würden uns freuen, Euch auch nächstes Jahr wieder begrüssen zu können.

Eure
Monk-Trader
Archangel


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