Das HTC One (M8) macht ein paar Dinge erfrischend anders als andere Smartphones. Das fängt schon beim ersten Einrichten an. Deshalb beginnt unser Bericht auch gleich damit.

Für unseren Test hat Monk-Trader aus unserem Team das HTC One in seinem Alltag genutzt, Archangel war für die Kamerafunktionen zuständig. Letztes Jahr gab auch ein „HTC One“-Modell, das in der Bezeichnung den Zusatz M7 trug. Das 2014er-Modell, um welches es auch im folgenden Bericht geht, hat den Zusatz M8. Wir danken HTC für die Bereitstellung des Geräts und legen am besten gleich los…

Einrichtung

Schon nach dem ersten Einschalten bietet HTC etwas, was wir noch bei keinem anderen Hersteller gesehen haben. Anstatt mühsam die ganze Konfiguration auf dem Display durchzugehen, kann man alles via Browser am Computer machen. Eine spezielle Software ist dazu nicht nötig. Das ist um einiges bequemer und einfacher, als alles auf dem Telefon einzutippen. Wir zeigen Euch hier mal wie das aussieht.

Das Telefon verweist auf einen bestimmten Link und zeigt einen Code an, den man zur Identifizierung eintragen muss.

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Danach hat man zwei grundsätzlich verschiedene Möglichkeiten zur Auswahl. HTC bietet zu mehreren Interessengebieten oder Themen sogenannte Profile an, die sich bezüglich Startseitenlayout, Hintergrundbild, Apps, Lesezeichen und Töne unterscheiden.

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Wenn man ein Profil auswählt, wird das Telefon entsprechend eingerichtet. Zur Wahl stehen die Profile: Familie, Spiel, Musik, Foto, Soziale Netzwerke, Sport, Reisen. Hier zeigen wir Euch vier Beispiele:

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Die andere Möglichkeit ist, ein eigenes Profil zusammenzustellen. Anpassungen sind natürlich später jederzeit möglich. Hat man sich für diese Variante entschieden, kann man als erstes aus verschiedenen Nachrichtenfeeds auswählen. Es gibt Themen wie Nachrichten, Lifestyle oder Wirtschaft.

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Für jeden Feed stehen verschiedene Quellen zur Auswahl.

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Als nächstes kann man aus einer Reihe von kostenlosen Apps auswählen, die man installiert haben möchte. Auch dabei kann man aus verschiedenen Interessensgebieten auswählen.

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Auch Klingelton und die Sounds für Benachrichtigungen und Wecker kann man selber bestimmen. Klingeltöne kann man sogar probehören und eigene hochladen.

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Auch fürs Hintergrundbild besteht die Möglichkeit, ein eigenes Bild direkt vom Computer hochzuladen.

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Danach sind die E-Mail-Accounts an der Reihe. Angaben wie Username, Mailadresse oder Passwort lassen sich via Tastatur einfacher eintragen als mit dem Finger auf dem Display. Wer eine Software zum Speichern der Passwörter benutzt, kann diese direkt von dort übernehmen. Das HTC One unterstützt Outlook, Microsoft Exchange sowie POP3 und IMAP, welche unter „andere E-Mail“ zu finden sind.

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Um am Schluss alles aufs Telefon übertragen zu können, benötigt man einen HTC-Account.

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„Diese Möglichkeit der Einrichtung ist gut gelungen, hier hat der Hersteller wirklich mitgedacht. Am Computer hat man Tastatur und Maus zur Verfügung, das macht vieles einfacher. Das ist ein klarer Pluspunkt für HTC.“ (Monk-Trader von hitzestau.com)

Hardware

Gerät

Zwei Dinge fallen einem sofort auf, wenn man das Gerät in die Hand nimmt. Der Rand fühlt sich sehr schmal an, das HTC One gibt einem den Eindruck sehr leicht zu sein, obwohl es immerhin 160 Gramm wiegt. Die Rückseite ist gewölbt, aber das spürt man beim Halten nicht. Das andere ist die für ein Android-Telefon etwas ungewohnte Position des Einschalt-Knopfes, der sitzt nämlich oben rechts, wie beim iPhone. Das Gehäuse aus gebürstetem Aluminium ist hochwertig und sehr sauber verarbeitet. Beim Design geht HTC einen eigenständigen Weg und hebt sich damit aus der Masse ab.

So sieht es von allen Seiten aus:

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Quelle: HTC

Das HTC One ist in den Farben Glacial Silver, Gunmetal Gray, Amber Gold sowie Glamour Red verfügbar, wobei die rote Variante erst später auf den Markt gekommen ist.

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Ebenfalls aussergewöhnlich sind die beiden Lautsprecher auf der Vorderseite ober- und unterhalb des Displays. Was es mit den zwei Lautsprechern auf sich hat, könnt Ihr gleich weiter unten nachlesen. Die linke seitliche Taste dient der Laustärkeregelung und hat die Tendenz, etwas leichtgängig zu sein.

Die Oberfläche des Display ist von der Haptik her sehr angenehm. Man hat fast das Gefühl, die Finger schweben über das Gorilla Glas. Bei sehr hellem Sonnenlicht ist das Display nicht mehr so gut lesbar, aber damit kämpfen alle Smartphone-Hersteller.

Das HTC One bietet einen micro-SD Slot, das ist sicher ein Plus für die Freunde von Speichererweiterungen, obwohl das HTC mit16 GB einen guten internen Speicher bietet.

Schliessen wir dieses Kapitel mit einem Blick auf die wichtigsten technischen Eckdaten:

  • Betriebssystem: Android mit HTC Sense
  • Abmessungen: 146,36 mm x 70,6 mm x 9,35 mm / 160 g
  • Display: 5 Zoll / Full HD (1920 x 1080 Pixel) / Gorilla Glass
  • SIM-Kartentyp: Nano SIM
  • Anschlüsse: Micro-USB 2.0 / 3,5-mm-Audio-Anschluss
  • Kamera: 4,1 MP
  • Speicher: 16 GB intern
  • Prozessor: Qualcomm Snapdragon 801 Quad-Core 2.3 GHz

BoomSound

HTC legt grossen Wert auf die Audioqualitäten seiner Geräte. Im HTC One steckt die so genannte „BoomSound“-Technologie. Diese nutzt die beiden Frontlautsprecher mit Verstärker, speziellen Lautsprecherkammern und einem extra entwickelten Audioprofil. Der BoomSound wird auch über die Kopfhörer wiedergegeben, der Anschluss dafür befindet sich unten am Gerät. Man merkt deutlich, ob der BoomSound aktiv ist oder nicht, denn der Sound hat deutlich mehr Volumen.

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Quelle: HTC

Die für Smartphones etwas unüblichen Frontlautsprecher entpuppen sich aber auch als Vorteil. Wenn man das Gerät quer hält, deckt man die Lautsprecher nicht mit der Hand zu und wird direkt von vorne mit Sound beschallt. Trotzdem sollte man sich in öffentlichen Verkehrsmitteln oder auf der Strasse etwas zurückhalten und nicht die ganze Umgebung mit Sound beschallen :)

HTC Duo-Camera

Archangel aus unserem Team hat wie immer bei unseren Smartphone-Berichten die Kamera-Funktionen näher unter die Lupe genommen. Die rückseitige Kamera verfügt über zwei Sensoren, deshalb hat sie die Bezeichnung HTC Duo-Camera bekommen. Der Hauptsensor nimmt Bilder mit einer Auflösung von 4,1 Megapixel auf (2688×1520), der zweite ist rein für Erfassung der Schärfentiefe zuständig.

„Die 4 Megapixel tönen nach erschreckend wenig. Für Schnappschüsse und Erinnerungsfotos bietet das HTC One eine gute Bildqualität. Auf dem Display, in Social Networks oder am Computer-Bildschirm sehen die Bilder gut aus.“ (Archangel von hitzestau.com)

Die zwei Sensoren erlauben, nach der Aufnahme zu bestimmen, ob die Schärfe mehr im Vordergrund oder im Hintergrund sein soll. Diese Funktion heisst „UFocus“. Je nach Motiv kann es sein, dass die Funktion nicht anwendbar ist. Bei geblitzten Bildern oder mit vor der Aufnahme eingestellten Filtern funktioniert sie nicht. Das bearbeitete Bild wird als separate Datei auf dem Telefon gespeichert, so dass das Original immer erhalten bleibt.

Im Beispiel unten sehr ihr links die Original-Aufnahme am Basler Tinguely-Brunnen. Rechts wurde nachträglich gezielt das Objekt im Vordergrund in den Fokus gerückt, der Hintergrund wurde unscharf.

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Die Kamera-App ist Android-typisch mit vielen Funktionen und Einstellmöglichkeiten ausgestattet. Das Machen von Bildern und die Nachbearbeitung finden in derselben App statt. Dazu kommt auch die Möglichkeit, schon vor der eigentlichen Aufnahme diverse Einstellungen vorzunehmen, mit denen das Bild dann aufgenommen wird. Wer einfach ein paar Bilder machen will, stellt am besten alles auf Automatik und schaut sich die zahlreichen Features mal in einem ruhigen Moment an.

Verfremdungs-Effekte wie diese kann auf der Aufnahme auswählen, sie lassen sich aber später nicht mehr rückgängig machen, bzw. aus dem Bild entfernen.

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Nach der Aufnahme lassen sich die Bilder mit zahlreichen Verzierungen verschönern:

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Aber auch bei normalem Sonnenschein oder Gegenlicht liefert das HTC One eine gute Aufnahmequalität:

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Ausblick

Im zweiten Teil unseres Berichts über das HTC One (M8) gehen wir näher auf die HTC Sense-Oberfläche und das Smart-Cover ein. Schaut doch für den zweiten Teil wieder vorbei!

Die unbearbeiteten Original-Bilder könnt Ihr hier als .zip herunterladen (15 MB). (Die Bilder sind nur zur privaten Verwendung bestimmt und dürfen nicht weiterverbreitet oder veröffentlicht werden.)


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