Bei der der Diskussion über die Verwendung von AdBlockern zum Ausblenden von unerwünschter Werbung gehen regelmässig die Emotionen hoch. Vor allem wenn es um redaktionelle Seiten geht, die sich durch Werbeeinnahmen finanzieren. User, die sich öffentlich zum Einsatz von AdBlockern bekennen, werden schnell als „Parasiten“ und „Nutzniesser“ beschimpft, die Inhalte nur konsumieren wollen ohne sich Gedanken über die Kosten zu machen, die auf der Seite der Anbieter entstehen.

Ablehnende Haltung gegenüber Werbung hat sicher auch damit zu tun, wie aufdringlich diese auf einer bestimmten Webseite daherkommt. Das deutsche Beratungsunternehmen Fittkau & Maaß hat dazu ein paar interessante Zahlen erhoben: Demnach reagieren rund 60 Prozent der in einer Studie befragten Websurfer kaum auf die anzeigte Werbung, rund ein Drittel fühlt sich davon gestört.

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Gerade die User, die sich durch wiederholte Werbung gestört fühlen, reagieren dementsprechend:

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Im Fazit geben Fittkau & Maaß den Tipp, den „Werbedruck“ nicht zu hoch anzusetzen, es also mit Werbung nicht zu übertreiben, um bei den Usern nicht zu viele negative Reaktionen zu provozieren.

Gefragt sind aber nicht nur Anpassungen der Werbestrategie. Vielmehr braucht es neue Geschäftsmodelle und Einnahmemöglichkeiten für redaktionelle Webseiten, die auf Leser- und Anbieterseite akzeptiert werden.

Mehr zur Studie:
Fittkau & Maaß Webseite


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